Huami Amazfit Verge Smartwatch mit AMOLED-Display für 99€ aus DE
Die Amazfit Verge Smartwatch ist zwar schon etwas älter, trotzdem kann sie dank AMOLED Display und GPS auch noch mit aktuelleren Smartwatches mithalten. Aktuell bekommt ihr sie für 99€ bei MediaMarkt im Angebot!
Mit der Huami Amazfit Verge erweitert Xiaomis strategischer Partner sein Produktportfolio um ein weiteres Wearable. Welche Unternehmen sonst noch in einer Partnerschaft mit Xiaomi stehen, könnt ihr hier nachlesen. Die neue Smartwatch ist im Vergleich zur Amazfit Bip oder Amazfit Stratos mit einem AMOLED-Display ausgestattet, welches neben einem Always-On Modus auch das deutlich bessere Bild, zulasten der Akkulaufzeit, bietet. Alle Vor- und Nachteile der Amazfit Verge haben wir in diesem Test zusammengetragen.
- Huami Amazfit Verge (Global Version)
Inhalt
Technische Daten
Display | 1,3 Zoll mit 360 x 360p AMOLED-Display, Touchscreen |
Prozessor | Dual-Core Prozessor mit 1,2GHz |
RAM | 512 MB |
Interner Speicher | 4 GB |
Akku | 390 mAh |
Konnektivität | NFC, Bluetooth 4.0, GPS, GLONASS |
App | Android 4.4 / iOS 9.0 |
Abmessungen | Gewicht | 22,60 x 4,30 x 1,26 cm | 46 g |
Verpackung & Lieferumfang
Die Huami Amazfit Verge ist in einer klassischen „Amazfit“ Verpackung bei uns unbeschadet angekommen. Zum Zeitpunkt unserer Bestellung gab es noch keine Global Version, weshalb wir (leider) die China Version von GearBest bekommen haben. Allerdings kein Problem, da man mittlerweile auch die CN-Version auf Englisch umstellen kann. Wie das geht, erfährst du weiter unten!
Im Lieferumfang befindet sich, neben der Uhr, ein (ziemlich klobiges) USB-A Ladegerät und eine Bedienungsanleitung, in unserem Fall auf Chinesisch. Die Bedienungsanleitung der Global Version wird dementsprechend auch auf Englisch sein.
Sportliches Design statt Businesslook
Die Huami Amazfit Verge hat die Maße 22,60 x 4,30 x 1,26 cm, bei einem Gewicht von nur 46 g – angenehm leicht! So ist die neue Smartwatch im Vergleich zur Huami Amazfit Stratos nicht nur 14 g leichter, sondern auch etwas kompakter gebaut. Die Uhr ist vollständig aus Kunststoff gefertigt, was auf mich aber nicht billig, sondern sportlich wirkt. Farblich ist sie in drei verschiedenen Varianten erhältlich, zur Auswahl stehen „Moonlight White“, „Shadow Grey“ und „Midnight Blue“.
Trotz verschiedener Farben, bleiben die Highlights der Amazfit Verge übergreifend in derselben Farbe. Dazu gehört der Home-Button und die vier kleinen Striche rund um das Display, diese sind im auffälligen Xiaomi-Orange gehalten. Außerdem ist auch die Unterseite der Smartwatch bei allen Versionen Hellgrau, dabei gilt es vermutlich auch die Produktionskosten gering zu halten.
Das Gummiarmband, welches ab Werk in Gehäusefarbe gehalten ist, ist grundsätzlich sehr flexibel, verleiht der Fitnesswatch ein angenehmes Tragegefühl und ist 21 mm breit. Dank Federstegen mit Schnellverschluss kann das Armband auch ohne Werkzeug gewechselt werden.
Leider ist die Uhr, im Vergleich zur Amazfit Stratos oder Amazfit Bip, nicht mit genormten Armbändern kompatibel, da das Armband an der Verschlussstelle auf 15 mm verjüngt ist – schade. Zudem ist es aufgrund der Materialdicke am Uhrengehäuse unflexibel – so lässt sich die Huami Amazfit Verge beispielsweise nicht gerade auf dem Tisch ablegen.
Wie eingangs bereits kurz erwähnt, hat die Huami Amazfit Verge meiner Meinung nach das sportlichste Design im Amazfit-Smartwatch-Universum. Die Amazfit Bip erinnert hingegen ein wenig an eine AppleWatch und die Amazfit Stratos passt durchaus auch gut zu Anzug und Krawatte. Was nun das schönste Design ist bleibt natürlich Geschmackssache, aber wir können so zumindest behaupten, dass jede Amazfit Smartwatch, schon aufgrund der unterschiedlichen Designs, seine Daseinsberechtigung hat.
Wie gewohnt mit Top-Verarbeitung
Insgesamt ist die Huami Amazfit Verge sehr gut verarbeitet, Material- oder Verarbeitungsfehler konnte ich nicht feststellen. Zudem ist das Gummiarmband geruchsneutral und lässt sich nach schweißtreibenden Trainingseinheiten bedenkenlos unter laufendem Wasser abwaschen. Dank IP68-Schutz muss das Band hierfür nicht einmal von der Uhr getrennt werden.
Endlich eine Amazfit Smartwatch mit AMOLED Display
Im Kommentarbereich zu unserem Test der Amazfit Stratos haben sich einige von euch negativ über das transflektive Always-On-LC-Display der Smartwatch geäußert. Bei dieser Display-Technologie wird das Umgebungslicht vom Display reflektiert und ist somit auch ohne Hintergrundbeleuchtung ablesbar. Ein solches Display kommt auch bei der Amazfit Bip zum Einsatz, bringt neben einigen Vorteilen aber auch Nachteile. Beispielsweise sind Farben lascher, was von euch am häufigsten kritisiert wird.
Daher freue ich mich, dass Huami der Amazfit Verge erstmals ein AMOLED Display spendiert hat. Es hat eine Größe von 1,3 Zoll und eine Auflösung von 360 x 360 Pixeln, was einer Pixeldichte von 276 PPI entspricht. Somit ist der kleine Bildschirm grundsätzlich hochauflösender als das Display der Amazfit Stratos (231 PPI) und der Amazfit Bip (194 PPI). Gegenüber dem AMOLED Display der Honor Watch Magic ist die Pixeldichte jedoch geringer.
Damit das Display den Strapazen des Alltags und diverser Sporteinheiten standhält, ist es mit Gorilla Glas 3 geschützt. Im Vergleich zu Amazfit Stratos und Amazfit Bip, schließt das Glas des Displays nicht bündig mit dem Gehäuse ab, sondern ist etwa einen Millimeter in das Gehäuse eingelassen – ein kleiner zusätzlicher Schutz.
Satte Farben und hoher Kontrast
Im Test gefällt mir das neue AMOLED Panel sehr gut, es überzeugt mich mit kräftigen Farben und einem tollen Kontrast. Dabei ist die Helligkeit des Displays, auf einer Skala von 1 – 100 % Stufenlos anpassbar, optional gibt es auch einen Auto-Modus. In der Praxis funktioniert der eingebaute Lichtsensor gut und sorgt dafür, dass die Amazfit Verge beim nächtlichen Uhrzeit-checken nicht die Augen aus dem Gesicht brennt 😀 . Der Touchscreen reagiert zudem zuverlässig auf Wisch, beziehungsweise Swipe Gesten, was flüssige Bedienungsabläufe ermöglicht.
Wie auch bei Smartphones mit AMOLED Display, wie beispielsweise das Xiaomi Mi 8 oder das OnePlus 6T, bietet die Huami Amazfit Verge einen optionalen Always-On Mode. Bei diesem werden im Standby-Modus alle Pixel ausgeschaltet, abgesehen von denen, die auf dem jeweiligen Watchface dafür verantwortlich sind, die Uhrzeit anzuzeigen.
Insgesamt bin ich mit den Eigenschaften des verbauten AMOLED-Displays zufrieden. Dennoch würde ich nicht pauschal sagen, dass es im Vergleich zu dem transflektiven Display die bessere Wahl ist. Beide Optionen bieten sowohl Vor- als auch Nachteile. Die wichtigsten haben wir hier zusammengefasst:
Transflektives LC-Display vs. AMOLED Display
Vorteile und Nachteile des transflektiven Displays (Bip, Stratos)
- Günstiger als AMOLED Displays
- Bei direkter Sonneneinstrahlung am besten ablesbar
- geringer Energieverbrauch, da Displaybeleuchtung seltener von Nöten
- Je heller die Hintergrundbeleuchtung desto schlechter sind Kontrast und Schwarzwerte
- Farben weniger kräftig
- Pixel nicht einzeln ansteuerbar (vgl. zu AMOLED)
Vorteile und Nachteile des AMOLED -Displays (Verge)
- Sehr guter Kontrast und Schwarzwerte
- Schöne, kräftige Farbdarstellung
- Pixel einzeln Ansteuerbar (Always-On Mode nur für Uhrzeit)
- Höherer Energieverbrauch
- Bei direkter Sonneneinstrahlung schlechter ablesbar als transflektive Displays
- teurer als LCD
Einrichten mit der Amazfit Watch App
Die Amazfit Watch App ist uns bereits ein alter Bekannter, auch die Amazfit Pace und die Amazfit Stratos arbeiten mit ihr. Während die App zu Zeiten, in denen die Amazfit Pace auf den Markt kam, noch ziemlich verbuggt war, ist sie mittlerweile intuitiv Bedienbar und wird durch Amazfit stetig weiterentwickelt und verbessert – sehr gut! Die Amazfit Watch App ist natürlich sowohl für Android, als auch für iOS erhältlich und funktioniert auf beiden Betriebssystemen grundsätzlich identisch.
Wie bei der Mi Fit App, mit der zum Beispiel die Amazfit Bip und das Mi Band 3 arbeiten, muss auch hier zunächst ein Nutzerkonto per E-Mail erstellt werden, sofern noch nicht vorhanden. Dies hat den Vorteil, dass „alte“ Trainingseinheiten, die mit einer anderen Amazfit Smartwatch aufgezeichnet wurden, erhalten bleiben. Sofern ihr ein neues Konto anlegt, beginnt zunächst die Abfrage einiger persönlichen Parameter wie:
- Spitzname
- Geschlecht
- Geburtstag
- Größe
- Gewicht
Im Anschluss müsst ihr nur noch den QR-Code auf dem Display eurer Amazfit Verge mit der Amazfit Watch App einscannen und schon pairen sich Uhr und Smartphone automatisch – that’s it!
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Software & Bedienung
So wie Amazfit Verge, Stratos und Pace die gleiche App nutzen, so ist auch auf den Uhren dasselbe, beziehungsweise ein immer nur leicht angepasstes, Betriebssystem installiert. Dieses stammt von Amazfit selbst, heißt offiziell Amazfit OS, und ist keine modifizierte Version von Googles WearOS, in der Bedienung und Anordnung gibt es aber durchaus Parallelen.
Huami Amazfit entwickelt das eigene OS stetig weiter und bringt regelmäßig Updates. So hat die Verge, zwischen Produktionsdatum und Auspacken, bereits sechs Updates bekommen. Leider musste ich diese hintereinander Installieren und konnte nicht von der Auslieferungs-Version auf die neuste springen, etwas nervig war es schon, aber definitiv besser als kein OS-Support. Auch in der anschließenden Testphase gab es zwei weitere System-Updates für die Smartwatch, läuft!
Das Betriebssystem auf der Amazfit Verge ist vollständig auf den Touchscreen optimiert. Auch ohne den orangenen Home-Button zu nutzen, ist eine umfassende und intuitive Bedienung via Touch-Gesten ein leichtes. Das von euch gewählte Watchface stellt sozusagen den Mittelpunkt des Systems dar, von hieraus erreicht ihr durch eine Wischgeste nach links, rechts, oben und unten alle weiteren Menüpunkten.
- Mi AI Sprachassistent (Chinesisch): Wisch von links nach rechts
- App/Icon Menü: Wisch von rechts nach links
- Quick Menü: Wisch von oben nach unten
- Push-Nachrichten (Notifications)/Musik remote Steuerung: Wisch von unten nach oben
Mi AI Sprachassistent
Der Mi AI Sprachassistent (früher Xiao AI) ist das chinesische Pendant zu Google Assistant, Alexa oder Siri, entwickelt von Xiaomi. Aktuell ist er leider noch nicht auf Deutsch oder Englisch verfügbar. Stellt man die Uhr auf Englisch um, ändert sich daran leider auch nichts, somit ist das Feature für die meisten Menschen außerhalb Chinas unbrauchbar.
Um den Sprachassistenten generell zu nutzen, muss eine Bluetooth Verbindung zwischen Smartphone und Smartwatch bestehen. Durch einen Knopfdruck auf das Symbol auf dem Display hört einem der Assistent, über das interne Mikrofon der Uhr, zu. Antworten werden sowohl in Schriftform, als auch über einen kleinen Lautsprecher der Uhr (relativ leise) wiedergegeben.
App Menü
Das neue App Menü der Verge ist für die Amazfit Stratos leider nicht verfügbar. Bei der älteren Fitnessuhr sind alle Funktionen durch einen Swipe von rechts nach links erreichbar, was sich bei der Fülle an Funktionen ziemlich unübersichtlich gestaltet. Ihr könnt es euch vorstellen wie bei einem Buch, bei dem auf jeder neuen „Seite“ eine Funktion verfügbar ist.
Bei der Huami Amazfit Verge gibt es hierfür nur noch eine „Seite“ auf der jede Funktion ein eigenes App-Icon besitzt. Davon werden maximal vier gleichzeitig angezeigt und können nun, durch ein Wischen von unten nach oben, durchgescrollt werden. Anstatt eine Funktion pro „Seite“, gibt es nun eine Liste die durch Icons gestützt, wesentlich übersichtlicher ist.
Insgesamt 16 App/Icons
Über die Amazfit App gibt es die Möglichkeit zwei dieser Icons (Funktionen) als Favoriten hinzuzufügen. Diese werden im Anschluss durch einen Wisch von rechts nach links zuerst angezeigt und erst im Anschluss erscheint das gesamte Funktions-Menü. Insgesamt gibt es 16 dieser Icons im App-Menü, dazu gehören:
- Heart Rate (Pulsmesser)
- Sports (Sport-Tracking)
- Sleep (Schlaf-Aufzeichnung)
- Activities (Historie des Sport-Trackings)
- AliPay (in DE nicht nutzbar)
- Transport Card (digitales Busticket nur in CN)
- Mi Home (nur in CN verknüpfbar)
- Music (interner Musikplayer)
- Waether (Wetter für beliebigen Ort)
- Alarm (Wecker)
- Timer
- Stoppwatch (Stoppuhr)
- Schedule (Kalender)
- Kompass
- Xiamalaya FM (nur CN bzw. chinesische Musik)
- Einstellungen
Quick Menü
Das Quick Menü sollten Träger der Amazfit Stratos bereits kennen, erreicht wird es durch einen Swipe von oben nach unten.
Hier könnt ihr ohne Umwege auf einige Funktionen und Einstellungen der Uhr zugreifen, die sich ansonsten über Umwege auch in den System-Einstellungen verfügbar sind. Dazu gehören:
- Ruhemodus
- Flugzeugmodus
- Lautstärke
- Bildschirmhelligkeit
- Power-Optionen (Aussschalten/Neustart)
- (Alle) System-Einstellungen
Zudem werden hier auch nützliche Parameter, wie:
- Akkustand
- Pairing-Status
- Datum
- Temperatur
- Luftqualität
angezeigt. Wobei die Luftqualitäts-Anzeige wohl eher ein Feature ist, welches vermutlich nur für China vernünftig unterstützt wird.
Musik remote Steuerung & Push-Nachrichten
Sofern Smartphone und Huami Amazfit Verge miteinander verbunden sind und auf dem Handy Musik abgespielt wird, zeigt die Uhr durch ein Wischen von unten nach oben eine kleine remote Steuerung an. Mit ihr wird angezeigt, welcher Titel aktuell abgespielt wird und von welchem Interpreten dieser ist. Zudem kann der vorherige oder nächste Titel, der aktuellen Playlist, ausgewählt werden und auch die Lautstärke des Smartphones ist anpassbar.
Wischt man weiter nach unten, zeigt die Smartwatch erhaltene Push-Nachrichten an, für die Apps auf denen Notifications auf dem Handy zugelassen sind.
Für einige ausgewählte Apps, wie beispielsweise WhatsApp, Skype, Facebook Messenger oder Instagram, können die Push-Einstellungen auch in der Amazfit-App verändert werden. Zudem werden für diese Apps auch die originalen App Icos angezeigt, auch unter iOS – sieht gut aus! Die Amazfit Verge unterstützt dabei fast alle Smilies und auch Umlaute (ä,ü,ö), sodass beispielsweise WhatsApp-Nachrichten in einem schönen, gut lesbaren Format angezeigt werden.
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Einige Einstellungen nur per Amazfit App anpassbar
Da sich die Umsetzung einiger Einstellungsmöglichkeiten auf dem kleinen 1,3 Zoll Display schwierig gestalten, hat Huami einige Funktionen der Amazfit Verge in die Amazfit App ausgelagert. Dazu gehören:
- Watchface ändern
- App Settings
- Transport Card (nur für CN)
- Wetter (Standort)
- Activities (Sport Tracking Einstellungen)
- Ximalaya FM (nur für CN Musik)
- Aquara (nur für CN)
- App Favoriten auswählen (max. zwei Stück)
- AmazfitOS Updates prüfen
- WiFi Passwort eingeben
Im Bereich der Activities können zum einen Intervall-Trainingseinheiten erstellt und abgespeichert und zum anderen die Fitness-Parameter aller elf Sportmodi angepasst werden. Es ist beispielsweise für das Lauf-Fitnesstraining möglich zusätzliche Parameter, wie Geschwindigkeit oder durchschnittliche Geschwindigkeit, zu berücksichtigen. Natürlich können auch Standardmäßig aktivierte Parameter deaktiviert werden, wie Herzfrequenz oder Kalorien.
Sportmodi im Detail
Apropos Sportmodi, die Huami Amazfit Verge ist mit insgesamt elf verschiedenen Sportmodi ausgestattet. Im Vergleich beherrscht die Amazfit Stratos vierzehn Sportmodi, die Amazfit Bip nur vier.
Die Verge unterstützt:
- Joggen/Laufen
- Laufband Joggen
- Gehen
- Fahrrad fahren
- Indoor Fahrrad fahren
- Crosstrainer
- Klettern
- Hindernislauf
- Ski fahren
- Tennis
- Fußball
- Seilspringen
Sportartübergreifend wird die zurückgelegte Distanz per GPS ermittelt und ist somit noch etwas genauer, als beispielsweise beim Mi Band 3 ohne GPS. In der Praxis ist das GPS der Amazfit Verge etwas genauer, als das der Amazfit Stratos. Aufgrund der fast identischen Software und der gleichen Smartphone-App, ist das Sport-Tacking auf einem identischen Niveau.
Einstellungsmöglichkeiten
Neben der Möglichkeit einfach „loszulaufen“, können im Vorfeld eine Vielzahl an Individualisierungen vorgenommen werden. Neben verschiedenen Trainingszielen gibt es Alarm-Modi, die Möglichkeit Routen als .gpx-Datei einzuspielen und auszuwählen oder Zubehör wie einen Brustgurt mit der Amazfit Verge zu koppeln.
Als Trainingsziel kann bei den meisten Sportarten ein
- Zeit-Ziel
- Distanz-Ziel
- Kalorien-Ziel
festgelegt werden, ist dieses in der anschließenden Trainingseinheit erreicht, wird das Training automatisch beendet.
Die Alarm-Signale der Uhr helfen in der Praxis dabei das gewünschte Trainingsziel nicht aus den Augen zu verlieren. Sie können
- eine abgeschlossene Runde
- eine Überschreitung der maximalen Herzfrequenz
- eine Über- oder Unterschreitung des Herzfrequenz-Bereichs
- oder Überschreitung der Geschwindigkeit
signalisieren.
Darüber hinaus können in der Smartphone-App die Trainings-Metriken jeder Sportart angepasst werden. Beispielsweise kann für die Sportart Joggen die Geschwindigkeit oder Durchschnittsgeschwindigkeit hinzugefügt oder die Herzfrequenz als Trainings-Metrik deaktiviert werden. Amazfit lässt einem viele Möglichkeiten das Training zu individualisieren – gefällt mir!
Huami Amazfit Verge auf Englisch umstellen
Leider haben wir nicht die Global Version der Huami Amazfit Verge erhalten, sondern die CN-Version. Schon seit längerer Zeit ist auch die Global Version erhältlich. Auf dem MWC 2019 hatten wir die Gelegenheit uns diese einmal genauer anzuschauen und siehe da, die Amazfit Verge (Global Version) ist sogar auf Deutsch.
Die chinesische Version lässt sich über Umwege zumindest auf Englisch umstellen. Dafür müsst ihr zunächst die Android SDK Platform Tools für euren Rechner herunterladen, anschließend entpacken und die Uhr mit eurem Rechner verbinden.
Im Anschluss den entsprechenden Ordner öffnen und Shift + die rechte Maustaste drücken und das „PowerShell Fenster hier öffnen„.
Danach gebt ihr im PowerShell Fenster folgende Befehle ein:
- ./adb devices
- ./adb shell
- $ setprop persist.sys.language en
- $ adb reboot
Preferences nur auf chinesisch anpassbar
Leider gibt es einen kleinen Haken beim Umstellen der Sprache. Sobald die Uhr auf Englisch ist, lassen sich in den Einstellungen nicht mehr die „Preferences“ anpassen. Versucht man diesen Punkt anzuwählen wechselt die Uhr zurück auf den Startbildschirm. Davon betroffen sind:
- Double Tip for Wake-up einschalten/ausschalten
- Always-On Modus einschalten/ausschalten
- Wake-Up Geste einschalten/ausschalten
- Tragegewohnheit anpassen (linker Arm, rechter Arm)
- Sporterinnerung einschalten/ausschalten
Ihr solltet diese Einstellungen also mittels Google Übersetzer-App für euch individualisieren und die bei der Uhr erst im Anschluss die Sprache ändern. Einmal eingestellt, wird dieses Menü in der Regel ohnehin nicht mehr im Alltag benötigt. So sehe ich hier kein größeres Problem. Im Fall der Fälle kann die Systemsprache auf gleichem Weg wieder auf Chinesisch geändert werden. Dafür müsst ihr im PowerShell Fenster folgendes eingeben:
- ./adb devices
- ./adb shell
- $ setprop persist.sys.language en
- $ setprop persist.sys.country CN
- $ setprop ctl.restart sygot
- $ adb reboot
Im allerbesten Fall kauft ihr euch einfach die Global Version und habt keine Probleme.
Akku und Ladekabel
Der Akku der Huami Amazfit Verge hat eine Kapazität von 390 mAh. Im Vergleich zur Amazfit Stratos wächst die Kapazität um 100 mAh, ein richtiger Schritt. Aufgrund des AMOLED Displays ist die Akkulaufzeit im Test jedoch nicht nennenswert länger. Der Hersteller wirbt mit einer Laufzeit von bis zu 7 Tagen, was ich leider nicht bestätigen kann.
Je nach Konfiguration der Amazfit Verge (Herzfrequenz-Messung, Always-On Display, Display-Helligkeit etc.) konnte ich im Schnitt eine Laufzeit von etwa 2 – 4 Tagen erreichen. Weniger als der Hersteller verspricht, zudem ist die Laufzeit stark von der Screen-On Zeit und der Länge eurer Trainingseinheiten abhängig.
Erfreulich hingegen ist die Ladezeit der Huami Amazfit Verge, der vollständige Ladevorgang dauert nur etwa 60 Minuten – ein guter Wert. Leider ist das USB-Ladekabel wieder anders als bei der Amazfit Stratos. Zwar handelt es sich ebenfalls um einen 4-Pin Connector, jedoch hat er eine andere Form und ist nicht mit dem der Stratos kompatibel.
Während die Stratos beim Laden flach liegt, liegt die Amazfit Verge auf der Seite. Dies hat den Vorteil, dass man sie, beispielsweise im Liegen, leichter ablesen kann. Andererseits wirkt das recht dünne Kabel an der Ladeschale wie eine Soll-Bruchstelle. Hier wird wohl erst der Langzeittest zeigen, wie widerstandsfähig das Kabel ist.
Fazit
Die Huami Amazfit Verge ist für mich, wie schon die Amazfit Stratos, ein insgesamt rundes Produkt. Leider haben wir die chinesische Version getestet, die zeigt allerdings, dass die Uhr in China noch um einiges smarter ist, als auf dem globalen Markt.
Das sportliche Design der Uhr macht sie zu einem gelungenen Gegenstück zur Amazfit Stratos. Leider unterstützt sie im Vergleich keine Wassersportarten und ist „nur“ mit IP68-Schutz ausgestattet. Die neue Menüführung ist für mich ein richtiger Schritt und macht die Nutzeroberfläche für mich um einiges Übersichtlicher.
Die Amazfit-App ist wie gehabt gut und strukturiert aufgebaut, zudem erlaubt sie die einfache Datenübertragung zum Strava-, Aquara- oder dem Mi-Konto. Außerdem bekommt ihr regelmäßige Updates für App und Smartwatch.
Die Akkulaufzeit ist im Test mit 2 – 4 Tagen, je nach Nutzungsintensität, überschaubar, aber in einem vertretbaren Rahmen, zumal der Ladevorgang nur etwa 60 Minuten dauert. Gar nicht gefällt mir das 4-Pin Connector USB-Ladekabel, da die Uhr so nicht gerade auf dem Tisch gelegt werden. Es wird definitiv Zeit, dass Smartwatches auf einem QI-Ladepad kabellos aufgeladen werden können.
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