Dreame X50 Ultra Complete im Test: Ist DAS der beste Saugroboter 2025?
Der Dreame X50 Ultra Complete ist das Top-Modell des Herstellers und geht gleich mehrere Limitierungen an, die Vorgängermodelle noch eingeschränkt haben. Höhere Schwellenüberquerung, Reinigung unter tieferen Möbeln und der bisher beste Umgang mit Haaren machen das Modell klar zum Anwärter des Titels „Der beste Saugroboter 2025“. Doch kann das Modell auch abliefern?
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Inhalt
Kurzfazit zum Dreame X50 Ultra Complete
Der Dreame X50 Ultra Complete überzeugt als Top-Saugroboter mit herausragender Reinigungsleistung und cleveren Innovationen. Sein einfahrbarer Turm ermöglicht die Reinigung unter tiefen Möbeln, während die Fähigkeit, bis zu 4,2 cm hohe Schwellen zu erklimmen, den Reinigungsbereich erweitert. Besonders hervorzuheben ist die Anti-Haarverwicklung, die effektiv das lästige Verfangen von Haaren verhindert. Zusammen mit der zuverlässigen Navigation und App-Steuerung setzt der X50 Ultra aktuell den Maßstab im Premium-Segment.
- Top-Reinigungsleistung beim Wischen & Saugen
- Einwandfreier Umgang mit Haaren & Fell
- Erklimmt Schwellen mit bis zu 4,2 cm Höhe
- Turm-Absenkung erlaubt Reinigung unter tiefen Möbeln
- Zuverlässige Navigation mit zusätzlicher Hinderniserkennung
- Umfangreiche App & eigener Sprachassistent
- Absaugstation nur mit Staubbeutel
Ausführlichere Informationen und Details findet ihr im vollständigen Testbericht und Fazit.
Was ist neu beim Dreame X50 Ultra Complete gegenüber dem X40 Ultra?
Die nächste Generation des Dreame Top-Modells bringt an verschiedensten Stellen Verbesserungen mit sich. Neben einer gesteigerten Saugkraft von 20.000 pa (vgl. 12.000 pa) gibt es auch ein neues Walzensystem, wodurch sich keine Haare mehr um die Walze wickeln können.

Besondere Highlights sind der einfahrbare Turm und die Möglichkeit, höhere Schwellen zu erklimmen. Durch den einfahrbaren Turm sinkt die Bauhöhe auf 8,9 cm, was die Reinigung unter tieferen Möbeln erlaubt. Dank zwei Armen, mit denen sich der Saugroboter aufbocken kann, schafft der Roboter es über einfache Schwellen mit bis zu 4,2 cm Höhe. Gibt es eine weitere Erhöhung auf der Schwelle, erklimmt er diese mit bis zu 1,8 cm zusätzlich.

Auch die Reinigungsstation hat Verbesserungen bekommen. Hier reinigt sich die Wanne für die Moppreinigung gründlicher und UV-Licht soll Bakterien auf den Wischmopps und im Staubbeutel abtöten. Neben den gewohnten Sprachassistenten kann der Dreame X50 Ultra jetzt auch mit euch reden. Dreames eigener Sprachassistent versteht mehr Befehle als die herkömmlichen Systeme.

Navigation & Sensorik des Dreame X50 Ultra Complete
Der neue Trend bei den Premium-Modellen ist die Reduzierung der Bauhöhe. Durch den herausstehenden Turm können die meisten Modelle nur begrenzt unter Möbelstücke fahren und dort reinigen. Während Roborock größtenteils den Turm weglässt und die Sensorik anders verbaut, hat man sich bei Dreame entschieden den Turm beizubehalten. Dennoch hat man sich etwas für das Problem überlegt. Erkennt der Saugroboter eine tiefe Stelle, fährt er den Turm ins Gehäuse hinein und ist dann nur noch 8,9 cm hoch.
Für die Navigation nutzt er dann nur noch die Front- und Seitensensorik. Dadurch sinkt zwar die Genauigkeit der Navigation, da es sich hierbei aber um eher wenige und spezielle Bereiche handelt, sollte das hier kein Problem darstellen. Auf der IFA 2024 gab es bereits eine Demo, wo der Saugroboter weiter korrekt navigierte. Da z.B. unter einer Couch die Lichtverhältnisse für die frontseitige Hinderniserkennung zu schlecht sind, wird hier erneut ein LED-Licht verbaut.
Auch nicht mehr wegzudenken ist die zusätzliche Objekterkennung an der Front des Saugroboters. Durch diese kann der Saugroboter kleinere Gegenstände vor sich wahrnehmen, die ansonsten mit dem oben platzierten Laserturm übersehen worden wären. Hier bekommt man wieder ein gutes Ergebnis geboten, aber auch der Dreame X50 Ultra ist nicht fehlerfrei. Sehr flache Gegenstände, wie eine Fernbedienung von einem LED-Streifen, übersieht er dann doch. Kabel, Schuhe oder Spielzeug sind aber in der Regel kein Problem. Durchaus kann es im Einzelfall mal passieren, dass er dann doch ein Objekt übersieht. Zusammenfassend ergänzt eine zusätzliche Objekterkennung die Navigation merklich und ist jetzt schon eine Weile ein Must-have.
Höhere Türschwellen kein Problem für den Dreame X50 Ultra Complete mehr?
Ein weiterer Schwachpunkt von Saugrobotern sind Schwellen. Hier hat sich die letzten Jahre nicht viel getan. Beim Dreame X50 Ultra können jetzt Schwellen mit bis zu 4,2 cm Höhe überfahren werden und sollte danach noch eine weitere Erhöhung kommen, kann diese mit bis zu 1,8 cm auch noch erklimmt werden. Insgesamt erreicht man so 6 cm. Dafür bockt sich der Saugroboter vorne auf und hebt sich dank der speziellen Füße über das Hindernis.
Je nach Beschaffenheit funktioniert das mehr oder weniger elegant. Mangels hoher Schwellen in unserem Büro haben wir eine kleine 4,2 cm hohe Mauer aus Laminat gebaut. Diese überquerte er zuverlässig, auch wenn es etwas unbeholfen wirkt. Das ist jetzt hier natürlich ein richtiges Highlight, denn so sind zusätzliche Rampen überflüssig und der Roboter kann je nach Haushalt einen größeren Bereich reinigen.
Reinigung
Saugfunktion
Neben zahlreichen anderen Funktionen können Saugroboter weiterhin auch saugen. Dreame verspricht hier eine enorme Saugkraft von 20.000 pa, womit wir in einem Bereich angekommen sind, wo selbst einzelne Akkusauger weniger Saugleistung bieten. Aber Saugkraft ist nicht alles, denn Walze und allgemeine Bauweise beeinflussen, wie gut das Ergebnis letztendlich ist. Schon die Vorgängergeneration der Top-Modelle lieferte sehr gute Ergebnisse.
Das ist hier nicht anders und selbst in unserem Härtetest, bestehend aus zwei verschiedenen Arten Tierstreu und Sand, kann der X50 Ultra Complete 92% der ausgestreuten Verunreinigungen einsammeln. Damit liegt er 1% vor dem Vorgänger, was durchaus in der möglichen Abweichung durch den Test liegt, da wir jetzt nicht in einem Labor arbeiten. Interessant fand ich aber, dass er eine kleine Stelle ausgelassen hat und so ein Teil der groben Haustierstreupellets auf dem Teppich verblieben. Trotzdem kam er auf ähnliche Ergebnisse wie der Vorgänger, was beim Ausklopfen des Teppichs in wenig verbliebenem Sand resultierte. Die Verbesserung der Saugkraft zeigt sich hier also besonders in der Tiefenreinigung im Teppich.
Hartböden sind weiterhin sehr einfach für den Saugroboter und durch die ausfahrbare Seitenbürste, sind auch Ecken kein Problem. Die Saugfunktion vom X50 Ultra ist sehr gut und gehört zu den Besten auf dem Markt. Riesige Sprünge gegenüber dem Vorgänger macht man hier aber nicht, was aufgrund der fortgeschrittenen Entwicklung in diesem Bereich auch immer schwieriger wird.
Doppelwalze saugt Haare ohne Probleme ein
Neuerungen gibt es bei der Walze. Hier setzt man jetzt auf eine offene Doppelwalze, welche resistent gegen Haare ist. Dieses System kam z.B. bei Narwal bisher zum Einsatz und löst das Problem effektiv. In unserem Einsatz im Test können wir dies bestätigen. In unserem Büro ist schon nach einer Fahrt für gewöhnlich eine reguläre Walze voller Haare, beim Dreame X50 Ultra ist dies nicht der Fall. Ein solches System ist damit speziell für Haustierbesitzer eigentlich ein Muss, aber auch alle mit längeren Haaren als einem Kurzhaarschnitt profitieren hiervon. In dem eingebundenen Video könnt ihr die Mechanik der Walze gut beobachten. Hierbei handelt es sich um eine Demo von der IFA 2024 mit einem frühen Modell des X50.
Technikdemo von der IFA 2024
Wischfunktion
Erneut setzt man beim Dreame X50 Ultra auf eine Wischfunktion mit rotierenden Wischmopps. Diese Art der Reinigung hat sich mittlerweile bewiesen und gehört mit zum Standard für eine gründliche Wischfunktion. Mittlerweile hab ich aber auch das Gefühl, dass der Fortschritt etwas stagniert. Für das alltägliche Wischen des Bodens ist sie weiterhin sehr gut geeignet und auch hartnäckigere Flecken können abgetragen werden.
Sehr starke Verschmutzung zur Demonstration der Grenzen des Dreame X50 Ultra
Jedoch kann es nach Intensität der Flecken, durchaus einige Durchgänge brauchen. Besonders bei klebrigen oder fettigen Flecken tun sich so gut wie alle Modelle recht schwer. Leichtere Flecken wie Kaffee sind aber kein Problem und werden im ersten Durchgang entfernt. Hier braucht es vielleicht ein paar innovative Ideen oder eine andere Technik wie die Wischwalze, die nun in immer mehr Modellen zum Einsatz kommt, aber in unseren Tests bisher auch noch nicht das hartnäckige Fleckenproblem gelöst hat. Damit würde ich hier sagen, dass man auf einem ähnlichen Niveau wie der Vorgänger verbleibt, was keines Falls schlecht ist, aber der Fortschritt bei diesem Modell liegt woanders.
Um Teppiche vor nassen Wischmopps und den Saugschacht/Seitenbürste vor nassen Verschmutzungen zu schützen, können beide Systeme angehoben werden. Auch erneut kann er die Wischmopps in der Station selbstständig ablegen, um hochflorige Teppiche zu saugen.
Reinigungsstation
Zum Dreame X50 Ultra Complete gehört auch eine umfangreiche Station. Diese bietet drei Tanks für Wasser, Abwasser und Reinigungsmittel. Über ein Adapter-Kit ist auch das Anbinden an euren Wasser- und Abwasseranschluss möglich.
Ebenso füllt die Station den internen Wassertank des Saugroboters auf. Die Selbstreinigung der Wanne in der Station ist auch vorhanden und soll so den Wartungsaufwand minimieren.
Moppwäsche
Zu einem Roboter mit rotierenden Wischmopps gehört fast immer eine Station mit Moppwäsche. Der Dreame reinigt die Mopps vor, während und nach der Reinigung. Dafür soll die Station das Wasser auf bis zu 80 °C erhitzen, wodurch sich auch Öl und Fett besser aus dem Wischmopp lösen.
Auch bei stärkerer Verschmutzung reinigt die Station die Wischmopps zuverlässig. Nach der letzten Reinigung trocknet ein Heißluftgebläse die Wischmopps, wodurch sich keine Gerüche oder Bakterien bilden können. Zusätzlich gibt es jetzt auch ein UV-Licht, welches 99% der Bakterien beseitigen soll.
Kalkhemmer
Ganz neu ist die Integrierung eines Kalkhemmers in den Frischwassertank. Dieser soll Kalkablagerungen im Gerät vorbeugen. Ein Zusatz den wir so das erste Mal in einem Saugroboter vorfinden. Dabei handelt es sich um ein Verschleißteil, welches laut Anleitung alle 18 bis 36 Monate ausgetauscht werden soll.
Bisher konnten wir das Teil noch nirgends als verfügbar vorfinden, weswegen der Preis hierfür noch etwas unklar ist. Ich rechne damit, dass dieser erst später auf den Markt kommt, da man zum Anfang vermutlich noch nicht mit Bedarf rechnet.
Absaugstation
Selbstverständlich integriert man in die Reinigungsstation auch eine Absaugstation. Dabei ändert sich am Prinzip der vorherigen Modelle hier wenig, man ergänzt das ganze nur. Nach der Reinigung saugt die Station den Inhalt der Staubkammer ab und befördert den Staub und Schmutz in den Staubbeutel. Ein beutelloser Betrieb ist nicht von Dreame angedacht.
Je nach angefallener Verschmutzung soll euch der 3,2 l große Staubbeutel bis zu 100 Tage das Entleeren ersparen. Nachdem er dann voll ist, wechselt ihr den Beutel einfach durch einen neuen aus. Durch den Verschluss des Beutels, kommt ihr nicht in Kontakt mit dem Staub, was für Allergiker besonders wichtig ist. Die Neuerung hier ist die Integrierung eines UV-Licht, wodurch 99,98% der Bakterien entfernt werden sollen.
App & Kartenerstellung
Die Dreamehome App dient als Steuerzentrale und stellt euch einen Einblick in die Karte bereit.
Ersteinrichtung
Zum Nutzen des Saugroboters müsst ihr ihn in die Dreamehome App (Android | iOS) einbinden. Dort erstellt ihr ein Konto und könnt danach den Saugroboter hinzufügen. Dafür verbindet ihr den Saugroboter mit eurem Wi-Fi. Nach wie vor soll ein 2,4 GHz Netzwerk genutzt werden. Bei den meisten werden die beiden Frequenzbänder unter einem Wi-Fi-Namen laufen und der Saugroboter bekommt die Trennung dort in der Regel hin. Sollte es mal nicht klappen, dann solltet ihr in eurem Router prüfen, ob ihr diese abtrennen könnt. Zur Einrichtung muss man mittlerweile beim X50 auch einen QR-Code vor die Kamera halten, was manchmal etwas hakelig ist. Vor und zurück bewegen vor der Kamera hat dann letzten Endes bei uns immer funktioniert. Dann kann auch schon die erste Fahr losgehen.
Der Saugroboter tritt bei seiner ersten Fahrt erstmal eine Rundfahrt eures Zuhauses an. Dabei wird noch nicht gereinigt und er ist daher sehr leise und fährt auch relativ schnell herum. Dafür solltet ihr alle Räume öffnen, in denen der Saugroboter später reinigen soll. Nach der Kartierungsfahrt ist der Saugroboter dann einsatzbereit.
Karte
Während der Kartierung teilt der Saugroboter die Karte in verschiedene Räume ein und kategorisiert diese auch direkt, wenn er diese erkennt. Eine Küchenzeile in einem Raum wird zur Küche, ein Bett im Raum zum Schlafzimmer. Wenn hier mal etwas nicht stimmt, könnt ihr das problemlos anpassen, das gilt auch für die Räume. Zur Eingrenzung der Karte in einem Raum gibt es Sperrbereiche und virtuelle Wände.
Auf der Karte werden zudem Teppichflächen und Schwellen eingezeichnet. Auch kann man hier Vorhänge einzeichnen, damit der Saugroboter auch dort reinigt, solange diese nicht bis auf den Boden hängen. Bisher sehen viele Saugroboter diese als Hindernis an. Wer möchte kann sich die Karte auch in 3D inklusive Möbel anzeigen lassen. Empfand ich bisher mehr als Gimmick, aber Vorlieben sind bekanntlich bei jedem anders.
Reinigungseinstellungen
Bei den grundsätzlichen Reinigungseinstellungen habt ihr die Wahl zwischen einem automatischen und einem benutzerdefinierten Modus. Der automatische Modus nennt sich hier CleanGenius und wählt automatisch die vom Saugroboter als beste empfundene Saug- und Wischstärke. Ihr legt lediglich fest, ob er gleichzeitig Saugen und Wischen soll, oder ob er erst Wischen und dann Saugen soll. Zusätzlich kann auch noch eine Tiefenreinigung dazu gewählt werden. Der automatische Modus steht bei der Gesamt- und Raumreinigung zur Verfügung, während bei der Zonenreinigung nur der benutzerdefinierte Modus auswählbar ist.
Bei diesem Modus, der bei allen drei Reinigungsmodi verfügbar ist, wählt ihr komplett selbst. So kann er einzeln saugen oder wischen und ihr könnt sogar einzelnen Räumen bestimmte Einstellungen vorgeben. Vier Saugstufen stehen zur Verfügung, weiterhin kann er bei Teppichen automatisch die Saugkraft erhöhen. Die Wischfeuchtigkeit kann hier zwischen 1 bis 32 festgelegt werden. Auch die Frequenz der Rückkehr zur Station kann je nach Quadratmetern, Zeit oder Raum angepasst werden. Auch die Schnelligkeit der Reinigung kann erhöht werden, wodurch die Gründlichkeit aber etwas leidet.
Natürlich möchte niemand regelmäßig diese Einstellungen erneut anwählen, weswegen ihr sie in Zeitplänen und Shortcuts speichern könnt. Zeitpläne erklären sich fast selbst, diese können einmalig oder regelmäßig zu bestimmten Zeitpunkten ausgeführt werden, womit dann z.B. eine tägliche Reinigung festgelegt werden kann. Shortcuts finden sich direkt auf der Startseite der App unter einem Knopf, wo ihr direkt die gespeicherten Aufgaben ausführen lassen könnt. Ein Szenario was ich hier mir z.B. vorstellen kann, ist ein Gassigeh-Shortcut, wo ihr perfekt abpasst wie lange ihr in der Regel weg seid und der Saugroboter Zeit hat bestimmte Bereiche zu reinigen. Ideal für einen Hund, der nicht so ganz der Fan vom Roboter ist.
Umfangreiche Einstellungsvielfalt
Gefühlt kann man beim Dreame X50 Ultra alles so anpassen wie man es möchte. Sobald man das Einstellungsmenü über die drei Punkte am oberen rechten Rand betritt, findet man zahlreiche Untermenüs mit Einstellungen. Mittlerweile gibt es an der Oberseite ein Suchfeld, sodass man nach einer bestimmten Einstellung nicht mehr ewig suchen muss. Die Menüs gehen hier von einem simplen Reinigungsverlauf, zu Anpassung der Teppichreinigungsstrategie, bis hin zu experimentellen Laborfunktionen. So z.B. die Fleckenerkennung, die hartnäckige Flecken erkennt und die Leistung erhöht. Das gleiche gibt es auch mit der Grobstauberkennung für die Saugfunktion.
Dabei lohnt es sich durchaus einmal sich durch die Menüs durchzuklicken, um optionale Funktionen anzuwählen, die man eventuell brauchen kann. So ist die „Dynamische Reinigung von Bereichen mit Hindernissen“ zum Beispiel standardmäßig deaktiviert und sorgt dafür, dass der Roboter Bereiche nach der Reinigung nochmal anfährt, die er wegen Personen oder Haustieren ausgelassen hat. Eine Funktion die besonders praktisch ist, wenn man den Saugroboter bei eigener Anwesenheit laufen lässt.
Kamera
Ein teils kontroverses Feature ist die Kamera. Diese kann hier in der App aktiviert werden, sodass der Roboter als fahrende Sicherheitskamera genutzt werden kann. Dafür muss man physisch dreimal den Dock-Knopf des Saugroboters drücken und anschließend eine vierstellige PIN festlegen. Selbst wenn jemand Zugriff zu eurem Konto bekommen sollte, ist hier also nochmal eine zusätzliche Sicherung vorhanden.
Ebenfalls gibt der Saugroboter eine Meldung über die Lautsprecher aus, wenn der Kamerazugriff genutzt und beendet wird. Über einen Knopf könnt ihr z.B. euer Haustier suchen lassen oder ihr bewegt den Saugroboter selbst wie ein ferngesteuertes Auto. Über die App lassen sich dann Videos und Fotos erstellen, aber auch eine Anruffunktion gibt es.
Eigener Sprachassistent + Alexa, Google Home & Siri
ECOVACS hat mit YIKO den Trend gestartet, Roborock hat mit Rocky nachgezogen und Dreame darf hier natürlich nicht außen vor bleiben. Bei Bedarf kann man hier jetzt auch direkt den Sprachassistenten von Dreame aktivieren, der aufgrund der direkten Integration etwas mehr drauf hat als die Konkurrenz. Man kann ihn zu sich rufen oder nach dem Akkustand fragen. Mein Favorit ist die „Überspringenfunktion“, womit man den Saugroboter anweisen kann, den aktuellen Bereich auszulassen. So wird man ihn unkompliziert los, wenn er gerade stört. Ein Befehl startet immer mit Ok Dreame und wird mit einem klaren Wortlaut fortgeführt.
Natürliche Sprache wie bei ECOVACS neuestem Sprachassistenten ist noch nicht möglich. „Ok Dreame, sag mir den Akkustand“, geht also, „Ok Dreame, wie viel Akku ist noch vorhanden“, aber nicht. Limitiert ist das Ganze auch noch durch die Position im Haus. Ist man weiter entfernt, muss man schon brüllen und Glück haben, das einen der Roboter versteht. Hier sind die klassischen Assistenten im Vorteil, da diese durch die Integration von Smarthome-Lautsprechern oder Smartphones besser zugänglich sind. Man begeht aber nicht denselben Fehler wie ECOVACS am Anfang und verpasst der Assistentin eine vernünftige Stimme und Lautsprecher, sodass die Ausgabe auch immer stimmig klingt.
Weiterhin verfügbar sind aber auch Alexa, Google Home und Siri, sodass ihr euer bestehendes System weiter nutzen könnt.
Matter-Integration kommt später
Auf der Produktseite vom Dreame X50 Ultra Complete wird mit Matter-Unterstützung geworben. Diese scheint zum aktuellen Zeitpunkt noch nicht zu bestehen. Das Ganze ist dort auch mit einem Sternchen versehen, welches aber keine weitere Erwähnung findet. Beim quasi Schwester-Modell X50 Master findet sich dann aber der Hinweis im kleingedruckten, dass die Unterstützung noch per Update folgt.
Lieferumfang des Dreame X50 Ultra Complete
Bisher gibt es nur den Dreame X50 Ultra Complete zu kaufen. Wenn sich der Trend vom Vorgänger bestätigt, bleibt es auch dabei. Das Complete steht dabei für ein Zubehörpaket, welches im Karton beiliegt. Standardmäßig bekommt ihr alles was zum Start nötig ist, inklusive zwei Staubbeuteln, wovon einer vormontiert ist. Ebenfalls vorhanden ist eine Reinigungsbürste, zum Waschen der Wasserbehälter oder Reinigen der Wischwanne. Eine Neuerung stellt der Kalkhemmer dar, der direkt vormontiert ist.
Im Complete-Zubehörpaket findet ihr dann eine weitere Hauptbürste, zwei Seitenbürsten, drei Staubbeutel, sechs Paare Wischpads, drei Staubbehälterfilter und eine 1l Flasche Reinigungsmittel. So ist man also direkt mit dem Kauf für eine Weile mit Staubbeuteln und Co. versorgt und hat sogar bereits Ersatzteile.
Fazit: Dreame X50 Ultra Complete aktuell der Maßstab
Dreame liefert hier wieder ein erstklassiges Top-Modell ab, dass nicht nur bei der Reinigung, sondern im Gesamten überzeugen kann. Besonders gut und innovativ ist der Dreame X50 Ultra Complete an drei Stellen.
Sowohl der einfahrbare Turm, als auch die höhere Schwellenüberquerung gehen zwei seit längerem bestehende Probleme in puncto Reinigungsabdeckung an. Durch die tiefere Bauhöhe kann er jetzt besser unter Sofas und weiteren Möbeln reinigen, wodurch ihr ein sauberes Zuhause bekommt. Schwellen und weitere Erhöhungen mussten bisher gemieden oder mit zusätzlichen Rampen ausgestattet sein. Mit 4,2 cm Schwellenüberquerung sollte dies in vielen Haushalten den Reinigungsbereich erhöhen können.
Die dritte Neuerung im Bunde, hilft besonders Tierbesitzern, aber auch allen die nicht Kurzhaarschnitt oder Glatze tragen. Mit der speziell geformten und offenen Walze können sich quasi keine Haare mehr um die Walze wickeln. Lästiges Zerschneiden von Haaren an der Walze oder auch nur das Abstreifen an der Aufhängung kann man sich so sparen. Weiterhin gibt es bei der Reinigung, Navigation und App mit das Beste was der Markt zu bieten hat.
So ist der Dreame X50 Ultra Complete zur Testveröffentlichung erneut der beste Saugroboter. Unser Test zur Roborock Saros Serie steht aber noch aus und hier bin ich mir sehr sicher, dass dort mindestens ein Modell dabei ist, welches ebenbürtig oder sogar besser ist. Dementsprechend wird dieser Artikel und die Einordnung in den nächsten Wochen nochmal überarbeitet. Wer das Geld ausgeben möchte, macht hier aber keinesfalls etwas falsch.
- Top-Reinigungsleistung beim Wischen & Saugen
- Einwandfreier Umgang mit Haaren & Fell
- Erklimmt Schwellen mit bis zu 4,2 cm Höhe
- Turm-Absenkung erlaubt Reinigung unter tiefen Möbeln
- Zuverlässige Navigation mit zusätzlicher Hinderniserkennung
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Wie auch schon letztes Jahr kann man aber auch erwähnen, dass man aber auch sparen kann, wenn man Kompromisse eingeht. Wer keine hohen Schwellen hat, unter tiefen Möbeln reinigen möchte oder mit einer nicht zu 100% perfekten Haarzerschneidung leben kann, der findet mit dem X40 Ultra Complete weiterhin einen sehr guten Saugroboter, den man mittlerweile regelmäßig unter 1000€ findet. Das Beste vom Besten gibt es aber eben beim Dreame X50 Ultra Complete, welcher mit einer UVP von 1499€ gestartet ist, man hier aber auch auf eins der regelmäßigen Angebote warten sollte.
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