Mähroboter Segway Navimow X3 mäht bis zu 10.000m² und kommt mit vielen Neuerungen
Segway Navimow hat Anfang April 2025 die neue X3-Serie vorgestellt. Das neue Mähroboter-Modell verspricht eine ganze Menge Neuerungen wie eine deutlich verbesserte Navigation, höhere Geschwindigkeiten und zuverlässigere Mäh-Ergebnisse und ist auch für deutlich größere Rasenflächen von bis zu 10.000 m² geeignet. Wir waren auf dem Launch-Event in Paris und konnten uns das Premium-Modell schon mal aus der Nähe anschauen.
- Segway Navimow X3
- bei Navimow
Inhalt
Die X3-Reihe zeigt deutliche Verbesserungen
Im März 2024 präsentierte der für seine E-Scooter bekannte Hersteller Segway die i-Serie und damit neue Mähroboter ohne Begrenzungsdraht. Die brachten schon einige tolle Funktionen mit, fielen aber vor allem auch durch den recht niedrigen Preis auf, der bei 999€ begann. Nach I kommt für Segway nun X bzw. „X3“. Hier macht man in Sachen Ausstattung, Leistung aber auch Preis einen deutlichen Sprung nach vorne.

Die X3-Reihe besteht aus vier Versionen, die sich in erster Linie durch den Akku und damit die empfohlene Größe der zu mähenden Fläche unterscheiden. Die vier Modelle sind:
Modell | X315 | X330 | X350 | X390 |
Fläche | 1500 m² | 3000 m² | 5000 m² | 10000 m² |
Akku | 6 Ah | 8 Ah | 10 Ah | 12,8 Ah |
Gewicht | 19,6 kg | 19,8 kg | 19,8 kg | 19,9 kg |
Gegenüber der ein Jahr zuvor vorgestellten i-Serie hat die X-Serie ordentlich zugelegt. Das neue Modell ist 698 x 550 x 307 mm groß und nimmt damit deutlich mehr Platz im Garten ein. Da muss der Garten dann eben größer sein, was hier aber auch definitiv angedacht ist. Selbst die kleinste Version, der X315, ist für 1500 m² angedacht, der große X390 sogar für satte 10.000 m². Das geht weit (weeeiiit) über die Größe der meisten privaten Gärten hinaus und hier hat man klar auch den kommerziellen Einsatz im Blick. Hotels, Sportanlagen, Parks und ähnlich große Freiflächen sind hier das Ziel.
40% bessere GPS-RTK-Navigation
Das System setzt zwar weiterhin auf RTK-GPS, weshalb auch eine Basisstation benötigt wird. Man hat aber unter der Haube geschraubt: Durch das so genannte EFLS 3.0-System, das auf einer verbesserten RTK– und VSLAM-Technologie basiert, soll die Navigation und Positionierung des Mähroboters auch in schwierigen Umgebungen deutlich besser geworden sein. Konkret spricht der Hersteller von einem besseren Handhaben enger Stellen oder dem Mähen unter Bäumen. Dank VIO (Visual Inertial Odometry) soll sich der Roboter auch an unbekannten und bisher nicht kartografierten Stellen gut zurechtfinden.

Zwar ließ sich nicht die ganze Bandbreite der Navigation vor Ort beim Launch-Event überprüfen, die Hinderniserkennung funktionierte aber schon sehr gut. Selbst kleinste und flache Gegenstände wurden zuverlässig erkannt und umfahren.
Die Routenplanung und Hindernisvermeidung soll zudem durch den Einsatz von KI ( „Vision-Fence-2.0“) optimiert worden sein. Das Kamerasystem bringt einen 300-Grad-Weitwinkel-Sichtassistent mit.
Ultraschnelles Laden und ausdauernder Akku
Um das Mähen großer Flächen zu ermöglichen, ist ein großer und auch schnell ladender Akku notwendig. An beidem hat man gearbeitet und bringt hier einerseits einen bis zu 12,8 Ah großen Akku im X390 mit. Kombiniert wird das aber mit einer gegenüber bisherigen Modellen dreimal schnelleren Ladetechnologie. In nur 30 Minuten soll der Akku weit genug geladen sein, um bis zu 500 m² zu mähen.
Hinzu kommt, dass der Navimow X3 auch deutlich schneller unterwegs ist als noch die Modelle der Navimow-i-Serie. Das führt dazu, dass der Mähroboter auf eine Geschwindigkeit von 350 m²/h kommt und in 24 Stunden bis zu 5000 m² mähen können soll.
Die empfohlenen 10.000 m² für den X390 lassen sich übrigens sogar noch erweitern. Während der Präsentation wurde auch erwähnt, dass sich theoretisch mehrere Modelle gemeinsam nutzen und quasi synchronisieren lassen, um sogar noch größere Flächen zu bearbeiten.
Segway Navimow X3: erklimmt Steigungen bis 50%
Die Navimox X3-Serie soll aber nicht nur besonders schnell laden und damit viel Fläche mähen können, sie soll auch stärkere Steigungen erklimmen können. Angegeben sind hier 50% Steigung. Zum Vergleich: übliche Next-Gen Mähroboter ohne Begrenzungsdraht bewegen sich bei ca. 45%. Das ist aber vermutlich nur in den seltensten Fällen überhaupt notwendig, die meisten Rasenflächen sind nicht annähernd so steil.

2-in-1 Funktion: Perfekter Kantenschnitt?
Mähen ist das eine, ein guter Kantenschnitt das andere. Gerade an letzterem scheitern viele aktuelle Mähroboter-Modelle. Allerdings tut sich hier was auf dem Markt, wie der im vergangenen Jahr vorgestellte Dreame A2 mit einem zur Seite ausfahrbarem Mähwerk beweist. Allerdings bleiben beim Dreame A2 immer noch bis zu ca. 5 cm Rasenrand stehen. Genau das will Segway mit dem Navimow X3 besser machen: Dafür setzt man neben dem Mähen zusätzlich noch auf einen seitlichen Gras-Trimmer, der Rasenkanten wirklich bis zum Rand kürzen soll. Das System ist modular, weshalb statt des seitlichen Rasentrimmers später auch andere Tools zur Rasenpflege dort angebracht werden können.

Eine Einschränkung folgte aber auch sogleich: Der Trimmer ist separat und erst später erhältlich und voraussichtlich auch nur in ausgewählten Märkten. Deutschland als einer der wichtigsten Märkte für das Unternehmen sollte aber dazugehören.
Weitere Features
Neben den großen Zahlen in Sachen Ausdauer und Fläche gibt es aber viele kleine Funktionen, die zu einem besseren Gesamterlebnis bei der Nutzung des Mähroboters beitragen. So gibt es eine Diebstahlsicherung, die beim Anheben bzw. Wegtragen des Roboters warnt, und eine Kindersicherung, über die sich die Tasten zur Bedienung sperren lassen. Neu ist auch das große Display auf der Oberseite.
Es wird neue „Doodles“ geben, also Symbole und Schriftzeichen, die vom Rasenmäher automatisch in den Rasen gemäht werden. Dabei handelt es sich um eine neue Funktion des Betriebssystems, sie ist also grundsätzlich auch für die anderen Modelle des Herstellers denkbar. Generell soll es regelmäßige OTA Updates geben. Leider konnten wir die Doodles noch nicht live erleben.
Am meisten Applaus auf der Vorstellung erntete die Ankündigung, die API öffentlich zugänglich zu machen. Man wolle einerseits eng mit der Community zusammenarbeiten; es wurde immer wieder betont, wie bemüht man war, Feedback bei der Entwicklung des X3 umzusetzen. Andererseits soll mit der offenen API den Nutzern die Möglichkeit gegeben werden, selbst eigene Projekte zur besseren Nutzung des Mähroboters zu entwickeln.
Segway Navimow X3 starte im Frühjahr 2025 ab 2.499€
Der X3 in seinen vier verschiedenen Ausführungen verbessert das Mähroboter-Konzept deutlich. Die höhere Geschwindigkeit, die Schnellladefunktion und die dadurch sehr großen Flächen, die gemäht werden können, heben den X3 auf ein anderes Level als die Vorgängermodelle von Navimow. Hinzu kommt die bessere Navigation, der Kantenschnitt, die angekündigte Open API und viele weitere, kleine Verbesserungen.
Das alles kommt allerdings zu einem entsprechenden Preis. Der Navimow X315, also das Modell mit dem kleinsten Akku, startet bereits für 2499€. Für mehr Akkukapazität zahlt man dann entsprechend noch mehr und der X390 startet für satte 4999€. Während man mit der i-Serie noch Preis unter 1000€ anbieten konnte, befinden wir uns hier in einem gänzlich anderen Bereich. Allerdings ist der Verwendungszweck eben auch ein anderer. Bei all den vielen Funktionen: Aufgrund der Größe des Roboters ist er für den durchschnittlichen Garten einfach „Overkill“, wie man sagt. Wer 500 m² mähen lassen möchte, ist auch weiterhin bei der i-Serie besser aufgehoben. Besonders für den kommerziellen Einsatz auf geschäftlich genutzten Flächen dürfte der Navimow X3 aber für viele interessant werden.
Habt ihr einen Navimow-Mähroboter im Einsatz? Wie sind eure bisherigen Erfahrungen mit dem Gerät? Schreibt es uns gern einmal in die Kommentare.
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Kommentare (7)