Xiaomi 15 Ultra mit Photography Kit im Test: Können Systemkameras jetzt einpacken?
Das Xiaomi 15 Ultra ist das neue High-End-Smartphone von Xiaomi. Die Version in Schwarz mit 16 GB RAM & 512 GB Speicher bekommt ihr bei Saturn für 1499€. Zusätzlich ist eine Ankaufprämie von bis zu 200€ möglich.
- 6,73″ 120 Hz AMOLED LTPO Display
- 5410 mAh Akku mit 80W kabellosem Laden
- HyperOS mit 4 Jahren Updates
- 4 Leica-Kameras mit 4K 120 Hz Videos
Es wird mal wieder Zeit für Superlative: Xiaomi präsentiert uns mit dem Xiaomi 15 Ultra das stärkste Smartphone, welches man je veröffentlicht hat – logisch. Das Design wurde angepasst und Power gibt es von dem aktuellen Top-Chip. Wir haben uns das Gerät angeschaut, inklusive des separat erhältlichen Photography Kit. Wird das Smartphone damit zum Systemkamera-Ersatz?
- Xiaomi 15 Ultra (16/512 GB)
- bei Saturn für 1499€ – Trade In für 200€ möglich
- Xiaomi 15 Ultra Photography Kit Legend Edition
Inhalt
Technische Daten zum Xiaomi 15 Ultra
Display | 6,73 Zoll WQHD+ (3200 x 1440 Pixel) 1-120 Hz AMOLED-Display , Xiaomi Shield Glass, 3200 nits |
Prozessor | Qualcomm Snapdragon 8 Elite @ 4,32 GHz |
Grafikchip | Qualcomm Adreno 830 GPU |
RAM | 16 GB LPDDR5X |
Interner Speicher | 512 GB bzw. 1 TB UFS 4.1 |
Kamera | Hauptkamera: 50 MP Sony LYT-900 1″ Sensor mit variabler ƒ/1.63 Blende, Leica Summilux, OIS Ultraweitwinkel: 50 MP Samsung JN5 , 12 mm, ƒ/2.02 Telekamera: 50 MP Sony IMX858 3-fach Zoom, 70 mm Brennweite, ƒ/1.8, 10 cm Makro, OIS Periskopkamera: 200 MP Samsung HP9 Periskopkamera, 100 mm Brennweite, ƒ/2.6, OIS |
Frontkamera | 32 Megapixel mit ƒ/2.0 |
Akku | China: 6000 mAh mit 90W Quick Charge, 80W Qi-Laden & 10W Reverse Wireless Global: 5410 mAh mit 90W Quick Charge, 80W Qi-Laden & 10W Reverse Wireless |
Konnektivität | WiFi 7, Bluetooth 6,USB Typ-C 3.2 Gen 2, GPS/GLONASS/BDS, Dual-SIM, NFC, SA/NSA 5G |
Features | Ultraschall-Fingerabdrucksensor im Display, Stereo-Speaker, IP68 |
Betriebssystem | HyperOS 2 auf Basis von Android 15 (4 Jahre Android-Updates, 6 Jahre Sicherheitspatches) |
Maße / Gewicht | 161,3 x 75,3 x 9,35 mm / 226 g |
Farben | Schwarz, Weiß, Silver Chrome |
Vorstellungsdatum | China: 27.02.2025 / 6499 Yuan ~850€ Global: 02.03.2025 |
Preis | 512 GB: 1499€ 1024 GB: 1699€ |
Wer schreibt diesen Test?
Hi, ich bin Fred! Alles was mit Uhren und Handys zu tun hat, fällt in mein Revier. Und Gadgets natürlich. Gadgets gehen immer!
Xiaomi 15 Ultra – Pro und Contra
- Super schnell dank Snapdragon 8 Elite
- Großer Akku mit knapp 17 Stunden Laufzeit
- Starkes Leica-Setup mit 4 Kameras auf der Rückseite
- Hochwertiges optionales Photography Kit mit Kameragriff
- manche KI-Funktionen nur ausreichend
- Neue Funktion „HyperConnect“ funktioniert bei uns im Test nicht
- Nur vier Jahre Android-Updates
- insgesamt ziemlich teuer, vor allem mit Photography Kit
Lohnt sich das Xiaomi 15 Ultra mit dem Photography Kit?
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Xiaomi 15 Ultra sieht noch mehr aus wie eine Kamera
Xiaomi möchte weiterhin, dass man das neue Ultra-Smartphone auf den ersten Blick mit einer „richtigen“ Kamera verwechseln könnte. Kein Wunder, ist die Kamera ja der primäre Fokus des Xiaomi 15 Ultra. So nimmt auch hier die Kamerainsel einen Großteil der Rückseite in Beschlag, wie schon seit dem Xiaomi 12S Ultra. Wir haben schon beim Xiaomi 15 bemerkt, dass man die Verarbeitungsqualität noch mal um ein Level steigern konnte. Der Kameraring wirkt organisch in die Rückseite integriert. Neu ist dabei die Anordnung der Kamerasensoren, die nun eine Art „L“ formen – das haben wir so bisher noch nicht gesehen. Corning Gorilla Glas 7i schützt die Linsen und erhöht den Widerstand gegen Kratzer.

Apropos Rückseite: Die ist in Weiß, Schwarz und nun auch in einem Split-Tone-Design verfügbar. Letzteres bestätigt den Ersteindruck einer „echten“ Kamera, da man hier das typische Leder einer klassischen Kamera mit einem Silber kombiniert. So erinnert sie an die Leica M-Serie, zum Beispiel an die Leica M10. Dabei bekommt nur dieses Farbvariante einen Ultra-„Sticker“ in der oberen linken Ecke. Es kommt auf eine Dicke von 9,48 mm und ist im Gegensatz zum Xiaomi 15 sogar mit einem IP69K-Rating ausgestattet, also offiziell gegen Staub und Wasser geschützt. In unserem Test greifen wir auf die schwarze Variante zurück.

Der Bildschirm misst 6,73″ in der Diagonale und bietet eine WQHD+ Auflösung. 3200 x 1440 Pixel erreichen so eine Pixeldichte von 522 ppi. Die Helligkeit liegt bei 3200 nits peak, die nur bei HDR-Content dargestellt werden können. Überraschenderweise lässt sich Xiaomi nicht auf das Wettrennen von „Wer hat das hellste Display?“ ein, wie es Honor und einige andere Hersteller führen. Es handelt sich um ein LTPO-AMOLED-Display, welches die Bildwiederholrate zwischen 1 bis 120 Hz adaptiv anpasst. Neu ist der Ultraschall-Fingerabdrucksensor, der für eine sichere, schnellere und zuverlässigere Entsperrung sorgt. Der funktioniert im Test reibungslos. Auf Gorilla Glas verzichtet man beim Frontdisplay, stattdessen kommt Xiaomis eigenes Shield Glass 2.0 zum Einsatz.
Riesiger Akku und die neueste Hardware
Keine Überraschung: Der Qualcomm Snapdragon 8 Elite verrichtet seine Arbeit auch im Xiaomi 15 Ultra. 4,32 GHz, keine Effizienz-Kerne mehr und ein 3 nm Fertigungsverfahren katapultieren die Benchmarkergebisse auf ein Rekordniveau. In unserem Geekbench-Test setzt sich das Smartphone mit 2993 Punkten im Single-Core und 9213 Punkten im Multi-Score weit von Geräten der Vorgängergeneration ab.
Der Top-Chip ist selbstverständlich auch gut für KI-Aufgaben gerüstet, von denen HyperOS 2.0 auch einige bietet. Eine kleine spannende Neuerung gibt es beim Speicher: Der Hersteller verbaut LPDDR5X RAM und UFS 4.1 Massenspeicher und setzt somit auf den neuesten Speicherstandard. Davon gibt es wahlweise 16 GB RAM und 512 oder 1024 GB Massenspeicher. Unser Testgerät ist mit 16/512 GB konfiguriert.

In der China-Version bietet der Akku des Xiaomi 15 Ultra endlich auch eine 6.000-mAh-Kapazität, in der globalen Version schrumpft der Akku auf 5410 mAh. In unserem Akkutest bei mittlerer Displayhelligkeit und 120 Hz Bildwiederholrate schafft das Xiaomi-Flaggschiff 16 Stunden und 54 Minuten. Die Konkurrenz kann da schon mehr: Das OnePlus 13 kommt beispielsweise auf 6000 mAh und hält in unserem Test etwa eine halbe Stunde länger durch. Der Akku lässt sich mit 90 W per Kabel und sogar per 80 W kabellos laden. Das ist in beiden Fällen nicht stärker als beim Vorgänger, dafür fällt der Akku 410 mAh größer aus als beim Vorjahresmodell.

Geladen wird über den USB-C 3.2 Gen 2 Port, dazu kommen noch Bluetooth 6, WiFi 7, Dual SIM mit eSIM und 5G. Vorinstalliert ist natürlich HyperOS 2, welches in China besonders viel Wert auf die Interkonnektivität im Xiaomi Ökosystem legt. So kann man, inzwischen auch bei den globalen Geräten eine geteilte Zwischenablage nutzen oder Anrufe synchronisieren.
Relativ neu ist dafür HyperConnect, womit man das auch Dateien und Fotos mit MacOS-Geräten austauschen kann. Xiaomi hat hier wohl Apple-Kunden als mögliche Zielgruppe im Sinn. Um die Funktion auf einem Mac nutzen zu können muss man sich die Xiaomi-Interkonnektivitätsdienste auf den Mac laden. In unserem Test hat die Geräteerkennung aber leider nicht funktioniert.
Auch KI spielt wieder eine Rolle. Mit an Bord: Google Gemini. Aber auch verschiedene smarte Funktionen, darunter Textwerkzeuge, Bildbearbeitung, ein Übersetzer, automatische Webseiten-Zusammenfassungen und Untertitel für Videoanrufe. Android-Updates gibt es allerdings nur für vier Jahre. Sicherheitspatches immerhin für sechs Jahre.
Kernkompetenz des Xiaomi 15 Ultra: Die Kameras
Vier Kameras auf der Rückseite sorgen für Foto-Power
Bei der Keynote konnte man sich bei Xiaomi einige Vergleiche zum Konkurrenten aus Kalifornien nicht verkneifen. Das Quad-Kamera-Setup besteht aus einer 50 MP Hauptkamera mit Leica SUMMILUX Objektiv. Diese Objektivreihe des traditionsreichen Kameraherstellers, mit dem Xiaomi seit 2022 eine strategische Partnerschaft hat, ist besonders lichtstark und scharf.
So bietet das 8P Objektiv eine ƒ/1.63 Blende, die im Vergleich zum Vorgänger aber nicht mehr mechanisch verstellbar ist. Der Hauptsensor ist der Sony LYT-900 Sensor, der eine 23 mm Brennweite und einen Dynamikbereich von 14EV bietet. Der LYT-900 ist zwar ein 1″ großer Sensor, kam aber auch schon im Vorgänger zum Einsatz.

Dazu kommt eine 50 Megapixel Leica Ultraweitwinkelkamera auf Basis des Samsung JN5 Sensor mit ƒ/2.0 Blende. Gut, eine Ultraweitwinkelkamera braucht nicht den größten Sensor, der JN5 wird aber selbst in der Mitteklasse genutzt. Dafür legt man den Fokus auf zwei Telekameras. Für einen 3-fachen Zoom sorgt ein 50 MP Sony IMX858 Sensor, wie im Vorgänger, der dank Leicas liquid lens-Technik auch für 10-cm-Makrofotos genutzt werden kann. Ein wirkliches Hardware-Upgrade erfährt nur die 200 MP Periskoptelekamera auf Basis des Samsung HP9 Sensors. Mit einer ƒ/2.6 Blende ist die überraschend lichtstark und bietet einen 4,3-fachen optischen Zoom.
Xiaomi stellt zwei Bildmodi zur Verfügung: „Leica Vibrant“ und „Leica Authentic“. Während „Vibrant“ die Farben etwas intensiver darstellt, verleiht der „Authentic“-Modus den Fotos eine leicht gedämpfte Stimmung, um den klassischen Look von Leica-Kameras nachzuahmen. Mir hat der „Vibrant“-Modus deutlich besser gefallen.

In unserem Test halten die Kameras auf der Rückseite größtenteils, was sie versprechen. Die optischen Zoomstufen liefern knackige, scharfe und detailreiche Schnappschüsse. Der Digitalzoom kommt bei einer 10-fachen Vergrößerung aber schon an seine Grenzen. Alles darüber hinaus gehört recht schnell in die Kategorie „Pixelbrei“. Die Zoomleistung ist dennoch beeindruckend. Auch die Software holt hier noch einiges aus dem Digitalzoom heraus. Insgesamt hat mir in dieser Hinsicht das OnePlus 13 aber noch besser gefallen. Die Software sorgt bei der Konkurrenz teilweise für Überraschungen.
Im Master-Portrait-Modus kann man mit der Rückkamera jetzt stufenlos die Brennweite in Portraits einstellen. Dafür nutzt man einfach den Drehregler innerhalb der Software. Das funktioniert flüssig und liefert gute Ergebnisse. Die Makro-Aufnahmen sind detailliert und farbenfroh. Hier zeigt die Kamera, was sie drauf hat. Scharfe Details im Vordergrund und ein fließender Übergang in die Unschärfe für Elemente, die nicht im Fokus sind. So soll das sein.

Frontkamera sorgt für gute Aufnahmen
Die Frontkamera des Xiaomi 15 Ultra liefert dank ihrer 32-Megapixel-Auflösung, einer ƒ/2.0-Blende und einem 90°-Aufnahmewinkel durchaus gelungene Selfie-Aufnahmen. Die Fotos sind detailliert und mit natürlichen Hauttönen ausgestattet. Insgesamt bekommen wir hier eine gute Balance zwischen Schärfe und Weichzeichnung. Auf einen Autofokus müssen wir hier aber verzichten.

Besonders im Porträtmodus überzeugt die Kamera mit einer präzisen Hintergrundunschärfe (Bokeh), die das Motiv gekonnt in den Vordergrund rückt. Wer will, kann natürlich noch diverse „Verschönerungen“ innerhalb der Software vornehmen, die weit über ein einfaches Retuschieren hinausgehen. Gesicht zu rund? Körper zu breit? Kein Problem. Die Anpassungen funktionieren, auch wenn das Ergebnis etwas seltsam anmutet. Vom ethischen Aspekt mal ganz abgesehen. Merkt euch: Ihr seid schön, so wie ihr seid!
High-End-Videoaufnahme?
Neu beim Xiaomi 15 Ultra: Das Smartphone kann jetzt auch 4K Videos mit 120 fps aufnehmen. Das Feature ist besonders prominent beim iPhone 16 Pro Max, aber auch bei dem Vivo X200 Pro. Die Aufnahmen wirken wertig. Der Autofokus erkennt in unserem Test zuverlässig unsere Absichten beim Filmen und stellt sich auf die vorgegebenen Situationen ein. Das sieht alles gut aus – kommt aber meiner Meinung nach noch nicht ganz an die Qualität des iPhones heran. Allerdings geht es hier um Nuancen.
Videos können jetzt auch im LOG-Profil aufgezeichnet werden. Hierbei handelt sich in etwa um die RAW-Alternative für Videofiles. Die Aufnahmen können mit einem größeren Dynamikumfang versehen werden und die Farben können individueller angepasst werden. Direkte Ergebnisse seht ihr auf dem Smartphone aber nicht. Ähnlich wie bei RAW-Aufnahmen von Fotos müsst ihr die Videos dann entsprechend nachbearbeiten.
Xiaomi gibt an, dass die Bildstabilisierung im 15 Ultra verbessert wurde. In unserem Test bei einem Gang über die Straße schlägt sich die Stabilisierung gut. Wer mehr will, muss wohl momentan noch auf externe Geräte wie einen Gimbal setzen. Oder mal einen Blick auf die Konkurrenz werfen: Das ASUS Zenfone 12 Ultra kommt beispielsweise direkt mit integrierter Gimbal-Unterstützung. Wie gut die funktioniert konnten wir aber nicht testen.
Photography Kit: Ist das noch ein Handy oder schon eine Kamera?
Lieferumfang
Wie auch schon beim Vorgänger gibt es wieder einen Kameragriff, also das Photography Kit. Das verbessert einerseits das Handling mit eigenem Auslöser, Zoom- und Funktionstasten, hat aber auch einen integrierten 2.000 mAh Akku, von dem das Ultra-Handy profitiert.

Der Lieferumgang kann sich sehen lassen:
Zusammenbau
Das Photography Kit des Xiaomi 15 Ultra lässt sich einfach montieren. Zuerst bringt man die mitgelieferte Schutzhülle an. Auf das Kameramodul kann man dann entweder den roten Ring drehen – der allerdings nur Deko ist – oder den Adapterring für externe Filter anbringen. Wir haben uns für den roten Ring entschieden, der gemeinsam mit der Schutzhülle für einen farblichen Akzent sorgt. Der Kameragriff mit integriertem USB-C-Anschluss wird an die untere Seite des Xiaomi 15 Ultra angebracht. Einfaches reinschieben: Fertig.

Auf Wunsch kann nun noch die Daumenstütze angebracht werden. Dafür löst man den Drehknopf an der Seite des Kameragriffs. Daumenstütze auflegen und anschließend wird der Drehknopf wieder angebracht. Wenn die Daumenstütze genutzt wird, kann der Kameragriff aber nicht wieder einfach abgezogen werden. Bei Bedarf kann man noch einen zusätzlichen Auslöserknopf an der Oberseite des Kameragriffs montieren, entweder in Rot oder Schwarz. Das würde ich auch empfehlen – so wird ein authentisches Gefühl beim Knipsen der Fotos erzeugt. Es macht einfach mehr Spaß einen „echten“ Auslöser zu drücken.
Funktionen des Photography Kit
Nach der schnellen Montage kann man direkt loslegen. Das Xiaomi 15 Ultra liegt mit dem Photography Kit angenehm in der Hand. Die eingebaute Handschlaufe sorgt für Sicherheit. So kann das Gerät nicht aus Versehen einen unbeabsichtigten Ausflug auf den Boden machen, falls es einem mal aus der Hand rutscht.
Das Drücken des Auslösers öffnet automatisch die Kamera-App auf dem Handy. Unter dem Auslöser befindet sich ein ein Zoomschalter, mit dem man komfortabel in den Ultraweitwinkelmodus oder die verschiedenen Zoom-Stufen wechseln kann. Daneben finden wir einen Knopf mit rotem Punkt, der uns direkt in den Videomodus befördert, ohne, dass wir auf das Display des Smartphones wechseln müssen. Außerdem gibt es noch ein Drehrad mit dem auf Wunsch Belichtungswert, Belichtungszeit, ISO und Weißabgleich eingestellt werden können.

Im Kameragriff ist ein Akku mit 2000 mAh integriert. Dieser kann auf Bedarf für mehr Strom für das Smartphone sorgen, sollte aber auch nicht komplett entladen an das Smartphone angebracht werden. Dann funktioniert er nicht. In den Einstellungen kann man bestimmen, bei welchem Akkustand der Kameragriff als Powerbank einspringen soll.
Das alles fühlt sich ziemlich hochwertig an. Es macht Spaß den Auslöser erst halb durchzudrücken um den richtigen Fokus zu finden und erst anschließend durch komplettes Durchdrücken des Auslösers das Bild zu machen. Der Zoomschalter lädt zu Experimenten ein. Einfach mal schauen ob eine andere Brennweite vielleicht besser in die Bildkomposition passt. Klar: Das kann man auch über das Display machen. Mit dem Zoomschalter fühlte es sich aber intuitiver an, vor allem da man alles einhändig machen kann. Vorsicht ist allerdings bei unfreiwilligen Tauchgängen geboten: Mit angebautem Photography Kit ist das Gerät nur gegen Spritzwasser geschützt. Ohne Kamerazubehör ist das Smartphone wasserdicht.
Software-Funktionen für die Kamera
KI: Spiegelungen entfernen
Wer sich in der Bildbearbeitung ausprobieren will bekommt beim Xiaomi 15 Ultra eine große Auswahl an klassischen Tools, mit denen Farben, Helligkeit, Kontrast etc. geändert werden können. Beworben werden auch besondere KI-Funktionen, die auf den ersten Blick sehr praktisch anmuten, leider aber nicht immer funktionieren.

Spiegelungen sind beim Fotografieren immer mal wieder ein Problem. Der Klassiker: Landschaftsfotos aus dem Zug bei geschlossenem Fenster. Wenn die KI hier helfen könnte, wäre das super. Leider funktioniert das Feature in meinem Test nicht. Beim Fotografieren durch Glasscheiben (mittiges Bild) oder Spiegelungen in einem Fenster (rechtes Bild) schafft die KI es nicht, die Spiegelungen zu entfernen. Das Beispiel mit dem Laptop (linkes Bild) ist vielleicht auch zu viel des Guten – immerhin könnte die KI hier der Meinung sein, dass es sich um einen richtigen Spiegel handelt. Insgesamt ist hier aber noch sehr viel Luft nach oben. In meinem Test war die Funktion nicht praktikabel.
KI: Himmel austauschen und magischer Radierer
Besser sieht es da schon beim Austausch des Himmels aus. Hier kann man aus einer Vielzahl an Varianten auswählen: Sonnig, leicht bewölkt oder bedeckt. Auch Sternenhimmel oder Polarlichter werden unterstützt. Dabei wird das Hauptmotiv auch passend abgedunkelt. In diesem Fall also: Daumen hoch!

Unsere Klemmbaustein-Blumen hatten da beim magischen Radierer leider weniger Glück. Obwohl das Objekt sehr eindeutig im Bild zu sehen ist, werden unsere Blumen inklusive Vase leider nicht entfernt, sondern eher gerupft. Schade. In anderen Beispielen mit Personen hat das aber besser funktioniert. Hier zeigt sich: KI ist in vielen Fällen noch eine Spielerei.

Fazit: Ist das Xiaomi 15 Ultra sein Geld wert?
Das Xiaomi 15 Ultra macht auf den ersten Blick nicht viel neu im Vergleich zum Vorgänger. Der Wegfall der mechanischen Blende ist verwunderlich, darüber freuen wir uns über eine noch stärkere Teleskopkamera. Die Optimierungen in Bezug auf Prozessor und Betriebssystem waren zu erwarten, erfreulich sind der neue UFS-4.1-Speicher und eine lange Akkulaufzeit. Es ist schwer zu sagen, was hier mit Blick auf die Konkurrenz noch zu erwarten wäre, schließlich bewegt sich die Ausstattung am obersten Rande des Spektrums.
Einzig und allein UWB wäre noch ein nettes Extra. Auch die Update-Strategie könnte bei diesem High-End-Gerät besser sein: Xiaomi bietet 4 Jahre Android-Updates und 6 Jahre Sicherheitspatches. Da ist die Konkurrenz einfach besser aufgestellt. Insgesamt gilt hier eine ähnliche Einschätzung wie beim Xiaomi 15: Der Hersteller ist wie Samsung oder Apple in der Optimierungs-Ära angekommen. Es gibt keine sensationellen Änderungen mehr, stattdessen wird alles etwas verbessert.
Richtig Laune macht das Smartphone mit dem optional erhältlichen Photography-Kit. Das fühlt sich super an und wertet das Kameraerlebnis des Smartphones noch mal richtig auf. Für einen Preis von 199€ allerdings auch kein ganz günstiges Add-On. Dafür kann man sich im Budget-Bereich schon ein ganzes Smartphone leisten. Gepaart mit dem Smartphone an sich, dass zu einer UVP von 1499€ auf dem Markt ist, zahlt man knapp 1700€ für Gerät und Kamera Kit. Wow. So viel Geld muss man auch erstmal ausgeben wollen.
Meine Meinung: Wenn es ein Fotoflaggschiff für weniger Geld sein soll: Greift zum OnePlus 13. Die Kameraqualität ist ebenfalls sehr gut, Kameragriffe können günstig nachgerüstet werden. Und sehr gute Ergebnisse und Spaß können auch mit diesem Smartphone erzielt werden, nur eben knapp 680€ günstiger.
Sind hier Xiaomi Ultra-Nutzer unter euch? Was haltet ihr von dem neuen Top-Handy?
FAQ: Die häufigsten Fragen zum Xiaomi 15 Ultra beantwortet
📱 In welchen Varianten ist das Xiaomi 15 Ultra erhältlich?
Das Xiaomi 15 Ultra kommt in drei Farben: Weiß, Schwarz und Silver Chrome. Das Smartphone kann entweder mit 512 GB oder 1 TB Speicher ausgestattet werden. Der Arbeitsspeicher ist entweder mit 16 GB ausgerüstet.
💶 Was kostet das Xiaomi 15 Ultra inklusive Photography Kit?
Das Xiaomi 15 Ultra kostet in der UVP 1499,90€ (16/512 GB) oder 1699,90€ (16/1024 GB). Das optionale Photography Kit Legend Edition kostet 199,90€. Die Kombination kostet also entweder 1699,80€ (16/512 GB) oder 1898,80€ (16/1024 GB).
💪 Welcher Prozessor ist im Xiaomi 15 Ultra verbaut?
Im Inneren des Xiaomi 15 Ultra arbeitet der Snapdragon 8 Elite Chip aus dem Hause Qualcomm, der bis zu 4,32 GHz hochtakten kann. Ein absoluter Flaggschiff-Prozessor.
🔋 Welche Akkukapazität hat das Xiaomi 15 Ultra, und wie schnell kann es geladen werden?
Das Xiaomi 15 Ultra hat einen Akku mit 5410 mAh. Mit 90 Watt kann das Gerät via USB-C geladen werden. Kabellos sind 80 Watt drin.
📸 Welche Kameras sind im Xiaomi 15 Ultra verbaut?
Das Xiaomi 15 Ultra ist mit vier Kameras auf der Rückseite ausgestattet. Die Hauptkamera (ƒ/1.63), die Ultraweitwinkelkamera (ƒ/2.02) und die Telekamera (ƒ/1.8) kommen jeweils mit 50 Megapixeln. Zusätzlich gibt es noch eine Periskopkamera mit 200 Megapixeln (ƒ/2.6) Die Frontkamera bekommt 32 Megapixel und eine Blende von ƒ/2.0.
📡 Wie lange erhält das Xiaomi 15 Ultra Software- und Sicherheitsupdates?
Das Xiaomi 15 Ultra erhält vier Jahre lang Android-Updates und sechs Jahre Sicherheitspatches.
💽 Ist der Speicher des Xiaomi 15 Ultra erweiterbar?
Nein, der Speicher des Xiaomi 15 Ultra ist nicht erweiterbar.
🎧 Hat das Xiaomi 15 Ultra einen Kopfhöreranschluss?
Nein, das Xiaomi 15 Ultra hat keinen 3,5 mm Kopfhöreranschluss verbaut.
💦 Ist das Xiaomi 15 Ultra wasserdicht?
Ja, das Xiaomi 15 Ultra hat eine IP68-Zertifizierung und ist somit wasserdicht. Mit angebautem KameraKit ist das Gerät allerdings nur noch gegen Spritzwasser geschützt.
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